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Der Elbtower im Juli 2023

Baufortschritt im Juli 2023: Der Elbtower ist 60 Meter hoch

Der Elbtower wächst und wächst. Ende Juli 2023 hat das Gebäude die 60-Meter-Höhenmarke durchbrochen. Die beiden Gebäudekerne sind schon 14 Stock hoch, während im Gebäude aktuell die Decke des 9. Obergeschosses geschalt und dann betoniert wird.

„Wir arbeiten uns kontinuierlich weiter in die Höhe“, sagt Marcus Eckert, Bereichsleiter bei der Baufirma Adolf Lupp. „Alle sechs bis acht Tage wächst der Elbtower jeweils um ein Geschoss, also um rund vier Meter.“ Im Augenblick sind die Bauarbeiter, die den Rohbau erstellen, fast allein auf dem Bau. 25 Mitarbeiter von Lupp steuern das Projekt, hinzu kommen die Nachunternehmer, die den Bau ausführen: Insgesamt sind rund 300 Bauarbeiter Tag für Tag auf der Baustelle.

Kranarbeiten auf der Elbtower-Baustelle

Dabei macht die sommerliche Hitze, die in weiten Teilen des Landes lähmte, den Menschen an den Elbbrücken nicht so zu schaffen. „Der Vorteil von Hamburg ist, hier weht ja immer eine kühle Brise“, sagt Eckert. Spezielle Ruhe- und Pausenzeiten sorgen dafür, dass sich die Bauarbeiter erholen können. Und wem es zu drückend wird, der übernimmt Arbeiten im Gebäude.  

Die Bauarbeiter sind in versetzten Schichten unterwegs, um tagsüber die Schalungen zu errichten und den Bewehrungsstahl für Decken und Wände zu montieren. „Ab dem späten Nachmittag wird dann der Beton gegossen“, erläutert Eckert. So kann das Material bis zum nächsten Tag fest werden, damit die Bauarbeiter weiterarbeiten können. 

Der Elbtower im Juli 2023 von Süden aus

»Alle sechs bis acht Tage wächst der Elbtower jeweils um ein Geschoss, also um rund vier Meter.«

Marcus EckertBereichsleiter bei der Baufirma Adolf Lupp
Der Elbtower an einem Julimorgen 2023 von Nordost aus

Für ihren Schutz vor Wind und Wetter wächst die Schalungsplattform mit dem Gebäude mit: Stehen die Kernwände und Decken eines Geschosses, wird die Arbeitsplattform hydraulisch ins nächste Geschoss geklettert. Windschutzwände, so genannte Windschilde außen am Gebäude bieten zusätzliche Sicherheit. „Als wir die Kletterschalungen geplant haben, mussten wir natürlich die Windstärken in Hamburg berücksichtigen, genauso wie die außergewöhnliche Form des Gebäudes“, erzählt der Lupp-Bereichsleiter.  

Nach dem Guss der Decken wird die Schalung in die nächste Etage gehoben. Parallel werden unter der Decke der einzelnen Etagen temporäre Stockwerk-Stützen aufgestellt, die bis zur Aushärtung der einzelnen Decken, aber auch zur erforderlichen Lastverteilung im Gebäude bleiben. Insgesamt 1.400 Hochhausstützen (24 je Geschoss) tragen die Decken und Wände, bis zu 10 Tonnen können diese Verbundstützen aus Stahl und Beton wiegen.

Im Juli 2023 ragen die Gebäudekerne am Elbtower schon 60 Meter in die Höhe

Der Spezialbeton für den Elbtower gelangt durch spezielle Pumprohre, die im Gebäude verlaufen, auf die Etagen. Tag für Tag rollen Betonmischer vom Betonwerk auf der gegenüberliegenden Seite der Norderelbe auf das Baufeld. Ihre Ladung wird zu einem Verteiler im Keller gepumpt und gelangt von dort in die Höhe, um zu Wänden und Decken zu werden. Rund 60.000 Kubikmeter Beton und 13.000 Tonnen Bewehrungsstahl sind mittlerweile verbaut worden – was rund der Hälfte des Gesamtgebäudes entspricht.

Bauarbeiter am Elbtower bei Betonarbeiten

Bald wächst das Gebäude aber nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Voraussichtlich ab Mitte August werden die Umrisse des Sockels zu erkennen sein. Hier wird Nobu Hospitality von Hollywoodstar Robert de Niro ein Hotel betreiben. Die dreiecksförmige Fläche des Atriums ist schon jetzt zu erkennen. 

Ab Oktober werden dann schon die ersten Elemente der Fassade montiert, während der Elbtower immer höher wird. „Ende des Jahres erreicht der Rohbau seinen nächsten Meilenstein: Dann sind wir bei 100 Metern“, sagt Eckert. Auf dieser Ebene, im 23. und 24. Stock befindet sich später die erste Zentrale für die Hochhaustechnik, die künftig für den Betrieb des Gebäudes so wichtig ist. Auch sie ist besonders gestaltet, um für das ideale Klima im Elbtower zu sorgen.

Der Elbtower im Juli 2023 von Nordost
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