Kleiner Grasbrook, ganz nah

Dem Elbtower direkt gegenüber entsteht eine grüne Musterstadt

Hamburg wagt planerisch den Sprung über die Elbe: Die Stadt integriert die noch isoliert liegenden Elbinseln gegenüber von HafenCity und Elbtower in das urbane Gefüge.

Der Kleine Grasbrook ist das erste Hafengebiet südlich der Elbe, das für eine umfassende Transformation in einen neuen Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten vorgesehen ist. 47 Hektar Fläche werden zu einem Zukunftsort in spektakulärer Wasserlage. Hier sollen sich Klima- und Ressourcenschutz, sozialer Zusammenhalt und neue Arbeitswelten miteinander verbinden.

Dafür sind rund 3.000 Wohnungen vorgesehen, die Genossenschaften und Baugemeinschaften für Mieter und Eigentümer planen. Ein Drittel der Wohnungen sind staatlich gefördert, um einen ausgewogenen sozialen Mix zu erreichen und die Wohnungsnot in Hamburg abzumildern. Daneben sollen soziale Einrichtungen wie Grundschulen, Kitas sowie Geschäfte und Sport- und Kulturanlagen ihren Platz finden.

Der neue Stadtteil wird aus zwei Quartieren rund um den Moldauhafen bestehen. Das Moldauhafenquartier im Norden ist überwiegend zum Wohnen bestimmt. Hier sind grüne Wohninseln geplant, die mit großzügigen begrünten Wohnhöfen weite Blicke auf den Park und das Wasser gewähren. Das südlichen Hafentorquartier wiederum soll urbane gewerbliche Nutzungen und Arbeitsplätze bieten. 16.000 Menschen sollen auf dem Kleinen Grasbrook arbeiten.

Ein sechs Hektar großer Park wird zum wichtigsten grünen Element im Stadtteil: Er erstreckt sich vom Veddelhöft im Westen bis tief in das Moldauhafenquartier, wo er in die Schul- und Sportanlagen übergeht. Die vier Kilometer Uferpromenade an der Elbe und am Hafenbecken sorgen dafür, dass die Anwohner das Zusammenspiel von Wasser und grüner Stadtlandschaft genießen.

Foto oben und unten © Moka Studio
Foto links © Herzog & de Meuron

Die Menschen, die auf dem Kleinen Grasbrook wohnen oder arbeiten, werden ihr eigenes Auto kaum nutzen müssen. „Die sehr gute Erreichbarkeit des neu entstehenden Stadtteils Grasbrook mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist ein wesentlicher Baustein für die Umsetzung eines zeitgemäßen Mobilitätskonzeptes, mit dem wir die Idee eines 10-Minuten-Stadtteils verwirklichen können”, sagt Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH. Kurze Wege lassen sich zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr mit Bus, Fähre oder U-Bahn ist ausgezeichnet. Die U4 soll verlängert werden und auf Stelzen im Wasser des Moldauhafenbeckens schweben. Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Hamburger Hochbahn für die Pläne von schlaich bergermann partner, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner und WTM Engineers GmbH Hamburg entschieden.

Foto © Herzog & de Meuron
Foto unten © Fotofrizz & Moka Studio

Hintergrund für das neue Stadtviertel ist Hamburgs rasantes Wachstum. In zehn Jahren schon werden voraussichtlich mehr als zwei Millionen Einwohner in der Stadt wohnen. Gleichzeitig verändert sich Hamburg wirtschaftlich: Der Hafen als bislang größter Arbeitgeber verliert an Bedeutung. Neue Unternehmen könnten nun das Flächenpotenzial nutzen, wenn die riesigen zentrumsnahen Hafenareale nachhaltig verdichtet werden. So wie am Kleinen Grasbrook geplant. Und so, wie es an der Ostspitze der HafenCity geschieht, am Elbtower.

Foto unten © Fotofrizz

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